Gepunkteter Fransenfinger
Acanthodactylus scutellatus
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Der Gepunktete Fransenfinger (Acanthodactylus scutellatus) ist eine schlanke, tagaktive Echse aus der Familie der Lacertidae, den echten Eidechsen. Sie erreicht eine Gesamtlänge von etwa 18 cm, wobei der Schwanz deutlich länger als der Körper sein kann. Die Grundfärbung ist meist sandfarben, beige oder hellbraun und damit hervorragend an den Untergrund angepasst. Je nach Population und Individuum kann die Zeichnung aus dunklen Flecken, Längsstreifen oder einem netzartigen Muster bestehen. Wie bei anderen Acanthodactylus-Arten sind die Zehen durch Lamellen an das schnelle Laufen auf lockerem Sand angepasst. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile der Sahara und angrenzende Trockengebiete Nordafrikas sowie des Nahen Ostens. Die Art bewohnt überwiegend offene Sand- und Dünenlandschaften mit nur spärlicher Vegetation. Sie ist ausgesprochen wärmeliebend und nutzt den Vormittag und die späteren Nachmittagsstunden zur Nahrungssuche, während sie die heißeste Tageszeit in selbst gegrabenen Verstecken oder unter Pflanzen und anderen Strukturen verbringt. Zum Nahrungsspektrum gehören vor allem Insekten und andere kleine Wirbellose. Im Terrarium sollte Acanthodactylus scutellatus ein sehr trockenes, gut belüftetes und möglichst großflächiges Becken zur Verfügung stehen. Eine ausreichend tiefe Sandschicht aus möglichst feinem Sand ermöglicht den Tieren, eigene Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten anzulegen. Steine, Wurzeln und trockenheitsverträgliche Pflanzen schaffen zusätzliche Struktur. Unter einer intensiven Beleuchtung sollte ein lokaler Sonnenplatz von etwa 45–50 °C eingerichtet werden, während im übrigen Terrarium deutlich niedrigere Temperaturen herrschen. Nachts darf die Temperatur deutlich absinken. Eine leistungsfähige UV-B-Versorgung ist für diese tagaktive Wüstenechse besonders wichtig. Gefüttert wird abwechslungsreich mit Grillen, Heimchen, Schaben, Heuschrecken und anderen geeigneten Wirbellosen. Eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit ist zu vermeiden; gelegentliche Feuchtigkeit in Form von Spühen kann jedoch das Wohlbefinden steigern. Auch ein Schälchen mit sauberem Wasser sollte immer zur Verfügung stehen, auch wenn der Großteil des Flüssigkeitsbedarfs aus der Insektennahrung gezogen wird.