Zwerg-Marmormolch
Triturus pygmaeus
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Der Zwerg-Molch (Triturus pygmaeus) ist ein kleiner Schwanzlurch aus der Familie der Echten Salamander (Salamandridae). Die Art kommt auf der Iberischen Halbinsel vor, wobei ihr Verbreitungsschwerpunkt im zentralen und südwestlichen Spanien und südlichen Portugal liegt. Sie bewohnt vor allem mediterrane Landschaften mit zeitweise wasserführenden Kleingewässern, Teichen und Tümpeln. Ausgewachsene Tiere erreichen meist eine Gesamtlänge von etwa 10–12 cm. Der Rücken ist überwiegend olivgrün bis bräunlich gefärbt und häufig mit dunklen Flecken oder einer unregelmäßigen Zeichnung versehen. Der Bauch ist gelblich bis orange und trägt eine charakteristische dunkle Fleckenzeichnung. Während der Fortpflanzungszeit entwickeln die Männchen einen stärker ausgeprägten Rückenkamm und einen abgeflachten Schwanz, wodurch sie deutlich von den Weibchen zu unterscheiden sind. Der Zwerg-Molch führt einen jahreszeitlich wechselnden Lebensstil. Während der Fortpflanzungsperiode halten sich die Tiere überwiegend im Wasser auf. Außerhalb dieser Zeit leben sie meist terrestrisch und verstecken sich unter Steinen, Laub, Totholz oder in feuchten Bodenbereichen. Die Nahrung besteht aus kleinen Wirbellosen wie Würmern, Insektenlarven, Krebstieren und anderen geeigneten Beutetieren. Im Wasser werden vor allem kleine Wasserorganismen und deren Larven erbeutet. Die Fortpflanzung findet in stehenden oder langsam fließenden Gewässern statt. Die Weibchen heften die einzelnen Eier an Wasserpflanzen oder andere geeignete Strukturen. Für die Haltung empfiehlt sich ein strukturiertes Aquaterrarium mit einem jahreszeitlich anpassbaren Wasser- und Landbereich. Während der aquatischen Phase sollte ausreichend Schwimmraum mit flachem bis mittlerem Wasserstand vorhanden sein. Ein gut bepflanzter Landteil mit Moos, Laub, Korkstücken und Verstecken wird außerhalb der Fortpflanzungszeit genutzt. Die Temperaturen sollten eher moderat gehalten werden; 20–24 °C sind während der aktiven Phase geeignet, höhere Temperaturen sollten möglichst vermieden werden. Eine gute Belüftung und sauberes, chlorfreies Wasser sind wichtig. Gefüttert werden beispielsweise Regenwürmer, kleine Insekten, Mückenlarven, Daphnien und andere geeignete Wirbellose. Eine winterliche Absenkung der Temperaturen auf etwas unter 15 °C unterstützt den natürlichen Jahresrhythmus und ist insbesondere für die Zucht von Bedeutung.