Bodenlebende Pazifikboa
Candoia aspera
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Die Candoia aspera gehört zu den eher unbekannten Boas der Welt und wird wegen ihres vipernartigen Aussehens oft als „Viperboa“ bezeichnet. Besonders auffällig sind ihre stark gekielten Schuppen, die sind für Riesenschlangen eher ungewöhnlich. Dadurch wirkt die Haut fast wie eine kleine Rüstung. Der Kopf ist deutlich vom Hals abgesetzt und läuft spitz zu. Ansonsten ist sie ähnlich wie eine Viper here kurz und kompakt gebaut. Die Art lebt vor allem in den tropischen Regenwäldern von Neuguinea und auf umliegenden Inseln. Dort verbringt sie die meiste Zeit am Boden oder in der bodennahen Vegetation. Ihre meist braune oder graue Färbung dient als perfekte Tarnung zwischen Ästen, Moos und Laub. So bleibt sie vor Feinden verborgen und kann gleichzeitig selbst erfolgreich auf Beute lauern. Candoia aspera jagt vor allem kleine Säugetiere, Echsen und manchmal auch Vögel. Wie andere Boas besitzt sie kein Gift, sondern tötet ihre Beute durch Umschlingen. Dabei zeigt sie eine ruhige und eher langsame Jagdweise. Im Vergleich zu vielen anderen Schlangen gilt sie als weniger aggressiv und verhält sich oft defensiv statt angriffslustig. Besonders interessant ist ihre Fortpflanzung. Anders als viele Schlangen legt Candoia aspera als Boa keine Eier, sondern bringt lebende Jungtiere zur Welt. Auch wissenschaftlich ist die Art spannend, da über ihre Lebensweise noch vergleichsweise wenig bekannt ist. Viele Regionen ihres Verbreitungsgebietes sind schwer zugänglich, weshalb Forscher noch immer neue Informationen über Verhalten und Ökologie sammeln. Genau das macht die Schlange für Zoologen so interessant. Insgesamt ist Candoia aspera besonders wegen ihrer rauen Schuppen, ihrer hervorragenden Tarnung und ihrer ungewöhnlichen Lebensweise. Sie zeigt, wie vielfältig und spezialisiert selbst wenig bekannte Schlangenarten in den Regenwäldern Ozeaniens sein können.