Große China Mantis

Tenodera sinensis

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Artikelnummer T633001003

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Durch ihre Größe und ihr aktive Jagdverhalten ist die Große China-Mantis (Tenodera sinensis) eine häufig und gerne gehaltene Fangschrecke. Tenodera sinensis ist eine ursprünglich in Ostasien verbreitete Art und kommt unter anderem in China, Japan, Mikronesien, Thailand vor. In Nordamerika wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts eingeschleppt und hat sich dort weit verbreitet. Früher wurde sie häufig als Unterart Tenodera aridifolia sinensis geführt; heute gilt sie als eigenständige Art. Die Tiere besitzen einen langgestreckten Körper, einen auffallend langen Halsschild und kräftige, mit Dornen besetzte Fangbeine. Die Färbung reicht von hellgrün über gelblich-braun bis zu verschiedenen Brauntönen. Die Flügel sind lang und reichen über das Hinterleibsende hinaus. Weibchen werden meist etwa 10–12 cm lang, während die schlankeren Männchen deutlich kleiner bleiben. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist die gelbliche Färbung zwischen den Ansätzen der Fangbeine. Tenodera sinensis lebt überwiegend in Graslandschaften, Gebüschen, an Waldrändern sowie in Gärten und anderen krautreichen Lebensräumen. Sie hält sich bevorzugt auf höheren Pflanzen auf und lauert dort auf vorbeikommende Beutetiere. Wie alle Fangschrecken ist sie ein reiner Räuber und ernährt sich hauptsächlich von Insekten. Größere Weibchen können neben Heuschrecken, Schaben und anderen größeren Insekten gelegentlich sogar kleine Wirbeltiere überwältigen. Für die Terrarienhaltung benötigt die Große China-Mantis ein hohes, gut belüftetes Terrarium mit zahlreichen Zweigen und Sitzmöglichkeiten. Besonders wichtig ist ausreichend freier Raum unter der Decke, da die Tiere sich während der Häutung vollständig aufhängen müssen. Temperaturen von etwa 24–28 °C am Tag und eine leichte Absenkung während der Nacht sind geeignet. Eine mäßige, regelmäßige Befeuchtung versorgt die Tiere mit Trinkwasser; dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit und Staunässe sollten vermieden werden. Gefüttert werden je nach Größe Fliegen, Schaben, Heimchen, Grillen, Heuschrecken und andere geeignete Futterinsekten. Die Jungtiere müssen entsprechend kleine Beutetiere erhalten. Tenodera sinensis sollte grundsätzlich einzeln gehalten werden, da insbesondere bei unterschiedlichen Entwicklungsstadien Kannibalismus auftreten kann. Die Entwicklung erfolgt über mehrere Häutungen, wobei die Jungtiere bereits weitgehend wie kleine, flügellose Erwachsene aussehen.