Goldbaumsteiger "Celestre"
Dendrobates auratus
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Der Goldbaumsteiger (Dendrobates auratus) gehört zu den bekanntesten und farbenprächtigsten Pfeilgiftfröschen. Die Art stammt aus Mittelamerika und dem nordwestlichen Südamerika, wo sie feuchtwarme tropische Lebensräume besiedelt. Durch ihre auffällige Färbung und ihr interessantes Fortpflanzungsverhalten ist sie auch in der Terraristik sehr beliebt. Je nach Herkunft und Farbvariante kann die Grundfarbe dunkelgrün, schwarz, blaugrün oder türkis sein. Häufig bilden sich kontrastreiche metallisch grüne oder bläuliche Zeichnungen, die aus Flecken, Bändern oder netzartigen Mustern bestehen. Die Tiere erreichen meist eine Körperlänge von etwa 2,8 – 5,5 cm. Weibchen sind oft etwas kräftiger gebaut als die schlankeren Männchen. Der Goldbaumsteiger „Cahuita“ ist eine hübsche grün-schwarze Farbmorphe, die aus der Region des Cahuita Nationalparks stammt, der auf der Karibikseite von Costa Rica liegt. In der Natur lebt Dendrobates auratus überwiegend am Boden der feuchten Tropenwälder, nutzt aber auch niedrige Pflanzen, Wurzeln und Totholz. Die tagaktiven Frösche ernähren sich von kleinen Wirbellosen, vor allem von Ameisen, Springschwänzen, Milben und anderen winzigen Gliederfüßern. Ihre auffällige Färbung dient als Warnsignal gegenüber Fressfeinden. Wie alle Pfeilgiftfrösche, so haben auch Goldbaumsteiger starke Hautgifte. Eine besondere Eigenschaft der Art ist ihr ausgeprägtes Brutpflegeverhalten. Die Eier werden meist auf feuchten Blättern oder anderen geeigneten Unterlagen abgelegt und vom Männchen bewacht. Nach dem Schlüpfen transportiert es die Kaulquappen auf dem Rücken zu kleinen Wasseransammlungen, beispielsweise in Blattachseln einer Bromelie oder Baumhöhlen. Dort entwickeln sie sich weiter. Unter geeigneten Bedingungen kann die Fortpflanzung auch im Terrarium gelingen. Für die Haltung eignet sich ein gut strukturiertes, bepflanztes Regenwaldterrarium. Für ein Paar oder eine kleine Gruppe sollte die Grundfläche nicht zu knapp bemessen sein; ein Terrarium ab etwa 50 × 50 cm Grundfläche ist für eine kleine Gruppe ein sinnvoller Ausgangspunkt, wobei größere Becken den Tieren deutlich mehr Bewegungsraum bieten. Wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, trotzdem eine gute Belüftung und zahlreiche Versteckmöglichkeiten. Korkstücke, Wurzeln, Laub, Bromelien und andere robuste Pflanzen schaffen ein abwechslungsreiches Mikroklima. Die Temperaturen sollten tagsüber meist bei etwa 22 bis 26 °C liegen und nachts etwas absinken. Eine dauerhaft zu hohe Temperatur wird schlecht vertragen. Als Bodengrund bewährt sich ein feuchtigkeitsspeichernder, aber nicht vernässender Aufbau aus Drainageschicht, geeignetem Substrat und einer dicken Laubschicht. Gefüttert wird mit kleinen Futtertieren wie Springschwänzen, tropischen Fruchtfliegen und gelegentlich sehr kleinen Ofenfischchen. Eine regelmäßige Versorgung mit geeigneten Mineralstoffpräparaten ist wichtig. Sauberes, möglichst weiches Wasser sowie eine sorgfältige Hygiene tragen wesentlich zur Gesunderhaltung bei. Bei artgerechter Pflege kann Dendrobates auratus viele Jahre im Terrarium leben und zeigt dabei ein ausgesprochen interessantes Sozial- und Fortpflanzungsverhalten.