Malaiyische Zwergkröte
Ingerophrynus parvus
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Ingerophrynus parvus, die Malaiische Zwergkröte gehört zur Familie der Kröten (Bufonidae) und ist eine relativ kleine, kompakt gebaute Art aus Südostasien. Der Körper ist kräftig, die Haut warzig und die Oberseite meist in verschiedenen Braun- und Grautönen gefärbt. Charakteristisch sind die deutlich ausgeprägten Knochenleisten am Kopf sowie die länglichen Parotoiddrüsen hinter den Augen. Die unauffällige Färbung und die strukturierte Haut sorgen für eine gute Tarnung im Laub und auf dem Waldboden. Das heutige Verbreitungsgebiet umfasst vor allem die Malaiische Halbinsel sowie Teile Sumatras und West-Javas. Die Art bewohnt überwiegend die Bodenregion der feuchten tropischen Wälder und hält sich häufig in der Nähe von Bächen auf. Die Fortpflanzung findet in ruhigen Bereichen von Bächen und in kleinen Wasseransammlungen statt. Durch die enge Bindung an feuchte Lebensräume ist die Art vor allem während und nach Regenfällen aktiv. Im Terrarium sollte dieser Lebensweise Rechnung getragen werden. Geeignet ist ein gut belüftetes, feucht gehaltenes Regenwald-Terrarium mit ausreichender Grundfläche, einer weichen, grabfähigen Bodenschicht und zahlreichen Versteckmöglichkeiten. Laub, Rindenstücke, Wurzeln und Pflanzen schaffen geschützte Bereiche. Eine flache Wasserschale sollte jederzeit zur Verfügung stehen. Der Bodengrund sollte feucht, aber nicht dauerhaft nass sein; Staunässe und schlechte Belüftung sind zu vermeiden. Als Nahrung kommen verschiedene kleine bis mittelgroße Wirbellose infrage. Geeignet sind beispielsweise Heimchen, Grillen, Schaben, kleine Heuschrecken und andere passende Futtertiere. Eine abwechslungsreiche Ernährung sowie eine regelmäßige Versorgung mit Mineralstoffen sind essenziell. Die Kröten leben überwiegend bodenorientiert und nehmen Beutetiere auf, die sich in ihrer unmittelbaren Umgebung bewegen. Eine Besonderheit der Art ist ihre taxonomische Geschichte. Populationen, die früher unter Ingerophrynus parvus zusammengefasst wurden, gehören teilweise zur erst 2025 beschriebenen Art Ingerophrynus chrysolophus. Deshalb sind ältere Angaben zu Verbreitung, Lebensraum und teilweise auch zur Haltung nur mit entsprechender Vorsicht zu verwenden.