Kleine Wabenkröte
Pipa parva
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Mit einer Körperlänge von etwa 4–5 cm bleibt Pipa parva vergleichsweise klein, und gehört damit zu den kleinsten Vertretern der Wabenkröten (Pipidae) aus dem nördlichen Südamerika. Diese Art kommt vor allem in Venezuela, Kolumbien und angrenzenden Regionen vor und bewohnt dort überwiegend stehende oder langsam fließende Gewässer. Wie andere Wabenkröten ist sie nahezu vollständig an ein Leben im Wasser angepasst und verlässt dieses normalerweise nicht. Der Körper ist flach und breit, der Kopf dreieckig und die Augen sind sehr klein. Die Färbung reicht von graubraun bis dunkelbraun und bietet eine gute Tarnung am Gewässergrund. Die Vorderfüße besitzen keine Schwimmhäute, sondern auffällig gegliederte Finger. Diese dienen unter anderem dazu, Nahrung aufzunehmen und den Untergrund abzusuchen. Die kräftig entwickelten Hinterbeine sind dagegen mit Schwimmhäuten versehen und ermöglichen eine effiziente Fortbewegung im Wasser. Eine Besonderheit der Wabenkröten ist ihre ungewöhnliche Fortpflanzungsweise. Nach der Befruchtung werden die Eier vom Weibchen auf dem Rücken aufgenommen und in kleine Hautvertiefungen eingebettet. Dort entwickeln sich die Embryonen direkt in der Haut des Rückens. Bei Pipa parva schlüpfen die vollständig entwickelten Jungtiere schließlich aus diesen Hautkammern. Eine frei lebende Kaulquappenphase, wie sie bei vielen anderen Froschlurchen vorkommt, entfällt damit. Im Aquarium beziehungsweise Aquaterrarium benötigt die Art ein vollständig aquatisches Becken mit sauberem, warmem und möglichst wenig belastetem Wasser. Eine Temperatur von etwa 24–28 °C ist ideal. Der Bodengrund sollte fein und frei von scharfkantigen Bestandteilen sein, da sich die Tiere häufig am Boden aufhalten. Eine schwache bis mäßige Wasserbewegung und gute Filterung sorgen für eine stabile Wasserqualität, starke Strömung sollte jedoch vermieden werden. Gefüttert werden können beispielsweise kleine Regenwürmer, Tubifex, Mückenlarven und andere geeignete Wasserorganismen. Die Tiere lieben es ruhig und sollten möglichst nicht unnötig aus dem Wasser genommen oder umgesetzt werden, wenn sie sich erst mal eingewöhnt haben. Wer Freude hat an der Beobachtung außergewöhnlicher Fortpflanzungsstrategien wird seine wahre Freude haben an diesen Tieren.