Goldstreifenblattsteiger

Phyllobates vittatus

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Artikelnummer P316200000

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Der Goldstreifenbaumsteiger (Phyllobates vittatus) ist ein kleiner, auffällig gezeichneter Pfeilgiftfrosch aus Costa Rica. Die Art kommt nur in einem vergleichsweise kleinen Gebiet an der südlichen Pazifikküste des Landes vor und bewohnt dort feuchte Tieflandregenwälder. Mit einer Körperlänge von etwa 3,3 bis 3,5 cm bleibt sie deutlich kleiner als einige andere Vertreter der Gattung Phyllobates. Die Grundfärbung ist meist dunkelbraun bis schwarz, während sich entlang des Rückens zwei breite, gelbe bis orangefarbene Längsstreifen ziehen. Je nach Herkunft können diese Streifen unterschiedlich intensiv gefärbt sein. Die kontrastreiche Zeichnung macht die Tiere im Terrarium besonders attraktiv. In ihrem natürlichen Lebensraum halten sich die tagaktiven Frösche überwiegend auf dem feuchten Waldboden auf. Dort suchen sie zwischen Laub, Wurzeln und niedriger Vegetation nach kleinen Wirbellosen. Zum Nahrungsspektrum gehören vor allem Ameisen, Springschwänze, Milben und andere winzige Gliederfüßer. Wie bei anderen Pfeilgiftfröschen hängt die Giftigkeit mit der natürlichen Ernährung zusammen. In menschlicher Obhut verlieren die Tiere bei üblicher Fütterung ihre Giftigkeit, da die entsprechenden Vorstufen aus dem natürlichen Nahrungsspektrum fehlen. Trotzdem sollte man sie nicht unnötig anfassen, weil ihre Haut empfindlich ist und durch Schmutz, Cremes oder andere Rückstände geschädigt werden kann. Die Fortpflanzung erfolgt nach einer ausgeprägten Regenzeitstimmung. Das Männchen lockt das Weibchen durch Rufe an geeignete Laichplätze, beispielsweise auf feuchten Blättern oder in geschützten Bereichen am Boden. Nach der Eiablage bewacht das Männchen das Gelege. Die geschlüpften Kaulquappen werden auf dem Rücken des Männchens zu kleinen Wasseransammlungen transportiert, wo sie ihre Entwicklung fortsetzen. Dieses Brutpflegeverhalten gehört zu den bemerkenswertesten Besonderheiten dieser Frosch-Familie. Im Terrarium benötigt Phyllobates vittatus ein feuchtwarmes, gut bepflanztes Becken mit ausreichend Bodenfläche. Für ein Paar oder eine kleine Gruppe sollte die Grundfläche möglichst mindestens 50 × 40 cm betragen; größere Terrarien sind bei Gruppenhaltung vorzuziehen. Eine dichte Laubschicht, Kork, Wurzeln und robuste Pflanzen bieten Verstecke und schaffen ein abwechslungsreiches Mikroklima. Die Luftfeuchtigkeit darf hoch sein, sollte aber durch eine gute Belüftung ergänzt werden. Tagsüber sind etwa 24 bis max. 28 °C geeignet, während die Temperatur nachts leicht absinken sollte. Dauerhafte Hitze wird schlecht vertragen. Als Bodengrund eignet sich ein feuchtigkeitsspeichernder, aber nicht vernässter Aufbau mit Drainageschicht und Laub. Gefüttert wird mit kleinen Futtertieren, insbesondere Springschwänzen und tropischen Fruchtfliegen. Diese sollten regelmäßig mit geeigneten Mineralstoffpräparaten ergänzt werden. Sauberes Wasser, eine sorgfältige Hygiene und eine abwechslungsreiche Strukturierung des Terrariums sind wichtige Voraussetzungen für die erfolgreiche Haltung. Bei guter Pflege kann Phyllobates vittatus viele Jahre alt werden und zeigt auch im Terrarium sein interessantes Verhalten.