Goldener Giftfrosch "Black Föös "
Phyllobates terribilis
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Der Goldene Giftfrosch (Phyllobates terribilis) gehört zu den größten und zugleich bekanntesten Pfeilgiftfröschen. Die Art stammt aus einem kleinen Verbreitungsgebiet an der kolumbianischen Pazifikküste und bewohnt dort feuchte tropische Regenwälder. Mit einer Körperlänge von etwa 4 bis 5 cm ist er deutlich kräftiger gebaut als viele andere Dendrobatiden. Charakteristisch ist die leuchtende Färbung, die je nach Population von Gelb über Gelborange bis zu verschiedenen Grüntönen reicht. Auch fast weiße Tiere sind bekannt. Die auffällige Warnfärbung signalisiert potenziellen Fressfeinden die Giftigkeit des Tieres. Die Zuchtform „Black Föös“ bedeutet schwarze Füße auf kölschem Dialekt. Diese Tiere haben zumindest schwarze Füße, die schwarze Zeichnung kann aber auch die gesamte untere Körperhälfte umfassen oder sogar sich als breiter Rückenstreifen ausbreiten. Phyllobates terribilis ist tagaktiv und hält sich überwiegend am Boden des Regenwaldes auf. Dort durchstreift er die feuchte Laubschicht auf der Suche nach kleinen Wirbellosen. Zum Nahrungsspektrum gehören unter anderem Ameisen, Termiten, kleine Käfer und andere Gliederfüßer. Besonders bemerkenswert ist seine Fähigkeit, über die Nahrung hochwirksame Giftstoffe anzureichern. In der Natur nimmt er bestimmte Alkaloide auf, die vermutlich über seine Nahrungskette in den Körper gelangen. In menschlicher Obhut gehaltene Tiere entwickeln bei üblicher Fütterung diese Giftigkeit nicht bzw. verlieren sie. Trotzdem sollte die empfindliche Haut nicht unnötig berührt werden. Auch das Fortpflanzungsverhalten ist interessant. Die Eiablage erfolgt an geschützten, feuchten Stellen, beispielsweise auf Blättern. Das Männchen übernimmt anschließend die Bewachung des Geleges. Nach dem Schlupf werden die Kaulquappen auf dem Rücken des Männchens zu geeigneten Wasserstellen transportiert, wo sie ihre weitere Entwicklung durchlaufen. Unter geeigneten Bedingungen lässt sich dieses natürliche Verhalten auch im Terrarium beobachten. Für die Haltung benötigt die Art ein großzügiges, gut strukturiertes Regenwaldterrarium mit hoher Luftfeuchtigkeit und gleichzeitig ausreichender Belüftung. Für ein Paar oder eine kleine Gruppe sollte die Grundfläche mindestens etwa 60 × 50 cm betragen, wobei größere Becken besonders bei Gruppenhaltung empfehlenswert sind. Eine dicke Laubschicht, Wurzeln, Korkstücke und eine dichte Bepflanzung bieten Deckung und schaffen unterschiedliche Mikroklimazonen. Temperaturen von etwa 25 bis 28 °C am Tag und etwas niedrigere Werte während der Nacht sind geeignet. Temperaturen von dauerhaft über 28 °C sollten vermieden werden. Als Nahrung kommen vor allem kleine Futtertiere wie Fruchtfliegen und Springschwänze infrage. Die Futtertiere sollten regelmäßig mit einem geeigneten Mineralstoffpräparat bestäubt werden. Wichtig sind außerdem sauberes Wasser, eine hohe, aber nicht dauerhaft stehende Luftfeuchtigkeit und ein hygienischer, gut funktionierender Terrarienaufbau. Bei entsprechender Pflege kann Phyllobates terribilis viele Jahre im Terrarium gehalten werden und zeigt dabei ein interessantes Aktivitäts- und Sozialverhalten.