Beutelfrosch
Gastrotheca riobambae
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Der Riobamba-Beutelfrosch (Gastrotheca riobambae) stammt aus den Hochlagen der Anden Ecuadors. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die nördlichen und zentralen Anden sowie die dazwischenliegenden Hochtäler, in Höhen von etwa 1.578 bis 3.449 m. Die Tiere leben dort in montanen Landschaften, an Waldrändern, in Gebüschen und teilweise auch in vom Menschen geprägten Lebensräumen. Aufgrund dieser Höhenlage ist die Art an vergleichsweise niedrige Temperaturen und deutliche Tag-Nacht-Schwankungen angepasst. Mit einer Körperlänge von ungefähr 4 -6,5 cm ist G. riobambae ein mittelgroßer, gedrungener Frosch. Der Körper ist abgeflacht, die Haut oberseits relativ glatt und meist grünlich bis bräunlich gefärbt. Besonders auffällig ist das U-förmig verschließbare Brutorgan auf dem Rücken des Weibchens, in dem die befruchteten Eier ihre Entwicklung durchlaufen. Diese außergewöhnliche Fortpflanzungsweise hat der Art auch den Namen Beutelfrosch eingebracht. Nach der Paarung werden die Eier in den Rückensack des Weibchens eingebracht. Dort entwickeln sich die Embryonen geschützt weiter. Im Gegensatz zu Arten mit vollständiger Direktentwicklung schlüpfen bei Gastrotheca riobambae jedoch Kaulquappen, die das Weibchen später aus ihrem Beutel in einem geeigneten Gewässer freisetzt. Die Kaulquappen entwickeln sich anschließend selbstständig im Wasser weiter. In Gefangenschaft konnte die Fortpflanzung unter anderem durch Beregnung und Temperaturveränderungen ausgelöst werden. Für die Terrarienhaltung eignet sich ein gut belüftetes, eher kühles Feuchtterrarium. Wichtig sind zahlreiche Versteckmöglichkeiten am Boden, beispielsweise unter Korkstücken, Wurzeln oder Steinen, sowie niedrige Äste und eine dichte Bepflanzung. Der Bodengrund sollte feucht, aber nicht dauerhaft nass sein. Eine flache Wasserschale sollte ständig zur Verfügung stehen. Als Temperaturbereich gelten tagsüber etwa 17–23 °C, wobei nachts eine deutliche Abkühlung sinnvoll ist. Dauerhaft hohe Temperaturen, wie sie in vielen tropischen Froschterrarien üblich sind, sollten vermieden werden. Gefüttert wird mit geeigneten kleinen bis mittelgroßen Wirbellosen wie Heimchen, Grillen, Schaben und anderen Futterinsekten, die regelmäßig mit Mineralstoffen und Vitaminen ergänzt werden. Die Art ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, kann aber durchaus auch tagsüber beobachtet werden. Die ungewöhnliche Brutpflege, das Leben in den kühlen Andenregionen und die besondere Anpassung an das dortige Klima machen den Riobamba-Beutelfrosch zu einer ausgesprochen interessanten Amphibienart für die Terrarienhaltung.