Bauchflecken Baumsteiger NZ
Ranitomeya ventrimaculata
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Ranitomeya ventrimaculata ist ein kleiner, lebhaft gefärbter Pfeilgiftfrosch aus dem westlichen Amazonasgebiet. Die Art kommt unter anderem in Peru, Ecuador und angrenzenden Regionen vor und bewohnt dort feuchtwarme tropische Regenwälder. Mit einer Körperlänge von etwa 1,5 bis 1,8 cm gehört sie zu den kleineren Vertretern der Dendrobatiden. Die Grundfärbung ist meist dunkel bis schwarz, während sich auf dem Rücken gelbe bis orangefarbene Streifen und Flecken befinden. Die Flanken und die Unterseite zeigen häufig eine auffällige blaugrüne bis türkisfarbene Zeichnung. Je nach Herkunft können Färbung und Muster deutlich variieren. Die tagaktiven Frösche halten sich überwiegend in der niedrigen Vegetation und in der Laubschicht auf. Trotz ihrer geringen Größe sind sie sehr aktiv und nutzen ihr Territorium exzessiv. Wie bei anderen Pfeilgiftfröschen steht die auffällige Färbung vermutlich in Zusammenhang mit der Warnung vor Fressfeinden. Die in der Natur vorhandenen Hautgifte werden über bestimmte Bestandteile der Nahrung aufgenommen. Bei Terrarientieren, die mit handelsüblichen Futtertieren ernährt werden, verliert sich diese Giftigkeit. Eine Besonderheit von Ranitomeya ventrimaculata ist die Fortpflanzung an kleinen, wassergefüllten Stellen. Die Eier werden an feuchten, geschützten Plätzen abgelegt. Nach dem Schlupf werden die Kaulquappen häufig von einem Elternteil, meist dem Männchen, zu geeigneten kleinen Wasseransammlungen transportiert. Dort können sie sich unabhängig voneinander entwickeln. Die Nutzung kleinster Wasserstellen ist eine Anpassung an den Lebensraum des Regenwaldes und lässt sich bei entsprechender Terrariengestaltung gut beobachten. Für die Haltung eignet sich ein dicht bepflanztes, gut belüftetes Regenwaldterrarium. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße sollte das Becken nicht zu groß und vor allem abwechslungsreich strukturiert sein. Für eine kleine Gruppe bietet beispielsweise ein Terrarium ab etwa 40 × 40 × 40 cm eine geeignete Ausgangsgröße. Kork, Äste, Laub, Bromelien und andere Pflanzen schaffen Verstecke und Klettermöglichkeiten. Die Luftfeuchtigkeit sollte überwiegend hoch sein, wobei eine ausreichende Belüftung Staunässe und Schimmel verhindert. Temperaturen von etwa 25 bis 27 °C am Tag mit einer nächtlichen Abkühlung sind günstig; dauerhaft hohe Temperaturen werden schlecht vertragen. Gefüttert wird regelmäßig mit sehr kleinen Futtertieren wie Springschwänzen und kleinen Fruchtfliegen. Eine ausreichende Versorgung mit Calcium und anderen Mineralstoffen ist durch geeignete Supplemente sicherzustellen. Sauberes Wasser und eine abwechslungsreiche, hygienische Terrarienumgebung sind weitere wichtige Voraussetzungen. Bei guter Pflege kann Ranitomeya ventrimaculata viele Jahre alt werden und eignet sich aufgrund seiner geringen Größe und seines interessanten Verhaltens besonders für kleine, naturnah eingerichtete Regenwaldterrarien.