Marmorgecko
Gekko grossmanni
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Der Marmorgecko (Gekko grossmanni) ist ein mittelgroßer, nachtaktiver Gecko aus der Familie Gekkonidae. Die Art wurde 1994 von Günther beschrieben und ist nach dem deutschen Herpetologen Wolfgang Grossmann benannt. Sie gilt taxonomisch als eigenständige Art und besitzt derzeit keine anerkannten Unterarten. Gekko grossmanni stammt aus der Provinz Khánh Hòa im Süden Vietnams. Das bekannte Verbreitungsgebiet ist vergleichsweise klein. Die Tiere leben in bewaldeten Lebensräumen und wurden in Höhenlagen von Meereshöhe bis etwa 200 m gefunden. Über die genaue Ökologie der Art ist allerdings noch relativ wenig bekannt; die IUCN führt sie deshalb derzeit unter „Data Deficient“ (unzureichende Datenlage). Der Körper ist schlank gebaut, wobei die Männchen meist etwas größer und kräftiger als die Weibchen werden. Charakteristisch ist die kontrastreiche, marmoriert wirkende Zeichnung, die der Art auch ihren deutschen Namen eingebracht hat. Wie bei vielen Gekko-Arten besitzt sie gut entwickelte Haftlamellen an den Zehen und ist ausgezeichnet an eine kletternde Lebensweise angepasst. Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und halten sich tagsüber meist verborgen. Für die Terrarienhaltung eignet sich ein hohes, gut strukturiertes Tropenterrarium, das zahlreiche Kletteräste, Korkstücke und Versteckmöglichkeiten bietet. Eine dichte Bepflanzung sorgt für zusätzliche Deckung und unterstützt ein ausgeglichenes Mikroklima. Die Haltung sollte eher feucht, aber nicht dauerhaft nass erfolgen, mit einer guten Belüftung und einer leichten nächtlichen Absenkung der Temperatur. Als Nahrung kommen verschiedene Insekten und andere Wirbellose infrage. Eine Supplementierung mit Vitaminen und Mineralien ist selbstverständlich. Die Eiablage erfolgt wie bei anderen Gekko-Arten über kalkschalige Eier, die an festen Oberflächen abgelegt beziehungsweise angeklebt werden. Die Art ist in der Terraristik deutlich seltener anzutreffen als beispielsweise der Tokeh. Auch in europäischen Zoos ist G. grossmanni nur vergleichsweise selten vertreten; für Deutschland führt die Zootierliste derzeit vier Haltungen.