Burtons Spitzkopf-Flossenfuß
Lialis burtonis
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Lialis burtonis, der Burtons Spitzkopf-Flossenfuß ist ein sehr ungewöhnliches Tier, dass sich auf den ersten Blick kaum einordnen lässt. Ist es ein Skink, eine Schleiche oder doch gar eine Schlange? Aber irgendwie will der spitze Kopf auch dazu nicht richtig passen. Diese schlangenähnliche Echse aus Australien und Neuguinea gehört verwandtschaftlich zu den Geckos. Die Art erreicht meist eine Gesamtlänge von etwa 30–40 cm, selten bis 60 cm wobei der langgestreckte Körper und der Schwanz einen großen Teil der Länge ausmachen. Die Beine sind stark zurückgebildet; lediglich kleine, stummelartige Hinterbeinreste sind noch vorhanden. Der Kopf ist schmal und kaum vom Körper abgesetzt. Je nach Herkunft reicht die Färbung von hellbraun und graubeige bis zu rötlichbraunen Tönen und kann von dunkleren Flecken oder Längszeichnungen begleitet sein. Die Tiere leben vor allem in trockenen bis mäßig feuchten Lebensräumen, darunter Grasländer, offene Wälder und Buschlandschaften. Sie sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und halten sich häufig in der Bodenstreu, unter Pflanzen oder lockerem Substrat verborgen. Lialis burtonis ist ein hoch spezialisierter Räuber und ernährt sich hauptsächlich von kleinen Echsen und Geckos. Die stark reduzierte Gliedmaßenstruktur und der langgestreckte Körper sind Anpassungen an diese Lebensweise. Bei der Fortpflanzung werden mehrere längliche Eier abgelegt. Im Terrarium benötigt Lialis burtonis eine abwechslungsreich strukturierte Anlage mit Verstecken, Laubschicht und lockerem, grabfähigem Bodengrund. Eine Grundfläche von etwa 80 × 40 cm oder mehr ist für ein adultes Tier sinnvoll. Tagsüber sollten Temperaturen von etwa 24–28 °C mit einem lokal wärmeren Bereich von etwa 30–32 °C angeboten werden; nachts kann die Temperatur deutlich absinken. Eine mäßige Luftfeuchtigkeit mit zeitweise höherer Feuchte nach dem Sprühen entspricht den Bedingungen vieler Herkunftsgebiete. Besonders anspruchsvoll ist die Ernährung: Da die Art auf kleine Echsen spezialisiert ist, ist eine artgerechte Versorgung im Terrarium wesentlich schwieriger als bei vielen anderen Echsen. Die Haltung sollte daher nur mit dauerhaft gesicherter Versorgung mit geeigneten Futtertieren erfolgen.