Tigerpython
Python molurus bivittatus
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Der Tigerpython (Python molurus bivittatus), auch bekannt als Birma-Python, zählt zu den eindrucksvollsten und majestätischsten Riesenschlangen der Welt und begeistert Reptilienliebhaber durch seine imposante Größe, seine ruhige Ausstrahlung und sein außergewöhnlich schönes Muster. Ursprünglich stammt diese faszinierende Schlange aus Süd- und Südostasien, wo sie unter anderem in Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam, Teilen Indiens sowie im südlichen China verbreitet ist. Dort bewohnt der Tigerpython bevorzugt tropische Wälder, Graslandschaften, Sümpfe und Flussregionen mit hoher Luftfeuchtigkeit und konstant warmen Temperaturen. Diese natürlichen Lebensräume spiegeln sich auch in den Anforderungen an eine artgerechte Haltung wider.
Ausgewachsene Tigerpythons erreichen in der Regel eine Länge von etwa 3,5 bis 5 Metern, wobei einzelne Exemplare sogar über 6 Meter lang werden können. Mit einem Gewicht von bis zu 90 Kilogramm gehört er zu den schwersten Schlangenarten überhaupt. Trotz seiner beeindruckenden Dimensionen gilt der Tigerpython bei sachkundiger Haltung als vergleichsweise ruhiges und gelassenes Tier. Seine Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei etwa 20 bis 25 Jahren, nicht selten sogar darüber, was ihn zu einem langfristigen und verantwortungsvollen Begleiter macht.
Optisch besticht der Tigerpython durch sein kontrastreiches Erscheinungsbild. Die Grundfarbe variiert von hellgelb bis cremefarben und wird von markanten, dunkelbraunen bis schwarzen Flecken und Zeichnungen durchzogen, die von hellen Konturen umrahmt sind. Mittlerweile werden viele Farb – und Zeichnungsvarianten gezüchtet. Jedes Tier besitzt eine einzigartige Musterung, wodurch jeder Tigerpython ein echtes Unikat ist. Der kräftige, muskulöse Körperbau und der große, ausdrucksstarke Kopf verleihen ihm eine besonders eindrucksvolle Präsenz. In der Fortpflanzung zeigt der Tigerpython ein bemerkenswertes Verhalten. Er ist eierlegend, wobei das Weibchen je nach Größe und Kondition zwischen 20 und 50 Eier ablegt. Besonders faszinierend ist die Brutpflege, da das Weibchen die Eier aktiv bewacht und durch Muskelzittern Wärme erzeugt, um eine optimale Entwicklung der Embryonen zu gewährleisten. Nach einer Inkubationszeit von etwa 55 bis 65 Tagen schlüpfen die Jungtiere. In freier Natur wie auch in menschlicher Obhut ernährt sich der Tigerpython ausschließlich von Nager. Auf dem Speiseplan stehen Ratten, Kaninchen, Meerschweinchen und bei ausgewachsenen Tieren auch größere Futtertiere. Aufgrund seines langsamen Stoffwechsels erfolgen die Fütterungen in größeren Abständen. Für die Haltung im Terrarium wird die Fütterung mit tiefgefrorenen und aufgetauten Futtertieren empfohlen, um Verletzungen des Tieres zu vermeiden.
Für eine gesunde Haltung ist ein stabiles Temperatur- und Klimamanagement unerlässlich. Tagsüber sollte die Temperatur im Terrarium zwischen 26 und 28 Grad Celsius liegen, während ein warmer Sonnenplatz Temperaturen von bis zu 34 Grad Celsius erreichen darf. Nachts kann die Temperatur auf etwa 24 bis 26 Grad Celsius absinken. Die Luftfeuchtigkeit sollte konstant zwischen 60 und 80 Prozent liegen und während der Häutungsphasen kurzzeitig erhöht werden. Eine große Wasserschale ermöglicht dem Tier nicht nur die Flüssigkeitsaufnahme, sondern auch gelegentliche Bäder, die die Häutung unterstützen. Die Pflege eines Tigerpythons erfordert Erfahrung, Platz und Verantwortungsbewusstsein. Aufgrund seiner enormen Endgröße benötigt er sehr großzügige, stabile Terrarien oder speziell eingerichtete Schlangenräume mit mehreren Versteckmöglichkeiten. Regelmäßige Reinigung, Kontrolle der Technik und Beobachtung des Gesundheitszustandes sind unerlässlich.
In seiner Lebensweise ist der Tigerpython überwiegend bodenbewohnend, dämmerungs- und nachtaktiv und verbringt einen Großteil seiner Zeit ruhend oder lauernd.