Jungle Teppichpython
Morelia s. cheynei
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Der Jungle-Teppichpython (Morelia cheynei) ist eine der faszinierendsten und zugleich beliebtesten Pythonarten in der Terraristik. Mit ihrer eindrucksvollen Zeichnung, ihrer robusten Natur und ihrem vergleichsweise ruhigen Wesen begeistert sie sowohl erfahrene Reptilienhalter als auch ambitionierte Einsteiger.
Diese Schlange vereint exotische Schönheit mit einer gut handhabbaren Größe und eignet sich hervorragend für eine verantwortungsvolle, langfristige Haltung im Terrarium.
Ursprünglich stammt die Jungle-Teppichpython aus Australien, wo sie vor allem im östlichen und südöstlichen Teil des Kontinents verbreitet ist. Dort bewohnt sie eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume, darunter offene Wälder, Buschlandschaften, Savannen und sogar landwirtschaftlich geprägte Gebiete. Diese große Anpassungsfähigkeit macht sie auch in menschlicher Obhut besonders widerstandsfähig und pflegeleicht.
Ausgewachsene Tiere erreichen in der Regel eine Länge von etwa 150 bis 200 Zentimetern, vereinzelt auch etwas mehr. Bei guter und artgerechter Pflege kann die Jungle-Teppichpython ein Alter von 20 bis 25 Jahren, manchmal sogar darüber hinaus, erreichen und wird damit zu einem langjährigen Begleiter. Ihr Körper ist kräftig, aber elegant gebaut, und ihr Name leitet sich von der auffälligen, teppichartigen Musterung ab. Besonders charakteristisch ist die kontrastreiche gelb-schwarze Zeichnung, deren Intensität sich mit zunehmendem Alter häufig noch verstärkt. Jedes Tier besitzt dabei ein individuelles Muster und ist somit ein echtes Unikat.
Die Fortpflanzung erfolgt eierlegend. Nach der Paarung legt das Weibchen je nach Größe und Kondition etwa 10 bis 30 Eier. Bemerkenswert ist das ausgeprägte Brutpflegeverhalten: Das Weibchen bewacht und wärmt die Eier mittels Muskelkontraktionen aktiv, bis nach rund 55 bis 60 Tagen die Jungtiere schlüpfen. Dieses natürliche Verhalten macht die Art auch für Züchter besonders interessant.
In freier Wildbahn ernährt sich die Jungle-Teppichpython vor allem von Kleinsäugern, Vögeln. Im Terrarium ist die Fütterung unkompliziert und sicher. Jungtiere werden mit entsprechend kleinen Mäusen versorgt, während adulte Tiere in der Regel Ratten in passender Größe erhalten. Eine Fütterung im Abstand von etwa 10 bis 14 Tagen hat sich bewährt und unterstützt eine gesunde Entwicklung.
Für eine artgerechte Haltung sind die richtigen Klimabedingungen entscheidend. Tagsüber sollte die Temperatur im Terrarium zwischen 26 und 28 °C liegen, mit einem lokalen Wärmespot von bis zu 32 °C. Nachts ist eine leichte Absenkung auf 22 bis 24 °C empfehlenswert. Die Luftfeuchtigkeit sollte sich im Bereich von 60 bis 80 % bewegen; während der Häutung kann eine kurzzeitig erhöhte Feuchtigkeit das Abstoßen der Haut erleichtern. Eine große Wasserschale sowie gelegentliches Sprühen tragen zu einem stabilen Klima bei.
Die Pflege der Jungle-Teppichpython gilt als vergleichsweise einfach, sofern grundlegende Anforderungen erfüllt werden. Ein ausreichend großes Terrarium mit Kletterästen, mehreren Versteckplätzen am Boden und in der Höhe sowie regelmäßige Kontrollen von Hygiene, Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind essenziell. Die Art ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, zeigt jedoch auch tagsüber gelegentlich Interesse an ihrer Umgebung. In ihrer Lebensweise ist die Jungle-Teppichpython halbbaumbewohnend und nutzt erhöhte Ruheplätze ebenso gern wie den Boden.
Viele Tiere entwickeln bei ruhigem und respektvollem Umgang ein gelassenes, neugieriges Verhalten, was sie besonders attraktiv für die Terraristik macht.