wärme und heizungen im terrarium
Egal ob Heizmatte, Heizkabel, Heizsteine oder Keramikstrahler wie Elstein Strahler - hier geht es um die richtige Temperatur für Reptilien und in der Terraristik allgemein.
Die Temperatur im Terrarium spielt für das Wohlbefinden von Reptilien eine der wichtigsten Rollen überhaupt. Als wechselwarme Tiere können Reptilien ihre Körpertemperatur nicht selber regulieren, sondern sind den Umgebungsbedingungen schutzlos ausgesetzt. Umso wichtiger ist es in der Terraristik, unseren Pfleglingen die perfekten Temperaturbedingungen zu bieten. Bei nahezu allen Arten, egal ob Kornnatter, Bartagame oder Königspython, gibt es einige wichtige Regeln, die unbedingt eingehalten werden sollten:
Regel 1: Temperatur Maximum und Minimum
Je nach Jahreszeit, körperlicher Verfassung oder anderen Umständen wie Nahrungsaufnahme benötigen Terrarientiere unterschiedliche Temperaturen. Jedes Reptil hat dabei eine so genannte Vorzugstemperatur, bei der alle Körperfunktionen optimal ablaufen. Bei vielen Riesenschlangen liegt diese zum Beispiel bei knapp über 30° C. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man Reptilien Tag und Nacht bei dieser Vorzugstemperatur halten darf, im Gegenteil. Nach der Nahrungsaufnahme benötigen viele Arten zum Beispiel etwas mehr Wärme und damit Energie für die Verdauung. Dies ist die maximale Temperatur, die man den Tieren anbieten sollte. Sie kann bei einigen Wüstenbewohnern teilweise durchaus 40° C erreichen. Andererseits müssen auch kühlere Zonen geschaffen werden, in denen sich Reptilien zurückziehen. Die kühlste Temperatur, die in einem Terrarium geschaffen wird bezeichnet man daher als Minimum. Das Zusammenspiel von Temperatur Maximum und Minimum ist entscheidend für das Wohlbefinden. Der wichtigste Punkt ist jedoch der, dass man den Tieren zwischen diesen beiden Extremwerten einen Temperaturgradienten anbietet, womit wir bei der zweiten Regel sind:
Regel 2: Schaffe einen Temperaturgradient zwischen Maximum und Minimum
Reptilien sollten sich zwischen Temperatur Maximum und Minimum frei entscheiden können. Manchmal liegt die richtige Wohlfühltemperatur eben genau in der Mitte beider Extremwerte. Es sollte daher innerhalb des Terrariums unbedingt ein Gradient zwischen den beiden Extremwerten geschaffen werden. Dieser kann horizontal (z.B. von links nach rechts) oder auch vertikal (z.B. von oben nach unten) angeboten werden. Das Prinzip zur Schaffung eines Gradienten ist aber in beiden Fällen das gleiche: Alle Wärme erzeugenden Geräte wie Heizkabel, Elstein Strahler, Heizmatten oder Heizsteine werden in einem Bereich des Terrariums installiert. In diesem wird dann die maximale Temperatur erreicht. Alle kühlenden Elemente wie Terrarienlüftungen, Wasserbecken oder Vernebler werden dann möglichst weit weg von der Wärmezone angebracht. Der beste Gradient nützt aber nichts, wenn die Tiere ihn nicht nutzen können, weil sie sich in einer gewünschten Temperaturzone nicht sicher fühlen. Deshalb müssen jeweils im warmen als auch im kalten Bereich ausreichend Verstecke, Sitz- und Liegemöglichkeiten vorhanden sein, die Deckung vor allzu neugierigen Blicken bieten.
Regel 3: Nachts ist es kälter als am Tage
Logisch, das ist eigentlich immer so. Doch immer wieder müssen wir feststellen, dass Terrarianer ihre Tiere Tag wie Nacht bei gleichen Temperaturen im Terrarium halten. Selbst im tiefsten Urwald, direkt am Äquator, sinken die Temperaturen nachts etwas ab. Es ist für die gesunde Entwicklung der Tiere daher unabdingbar auch in Sachen Temperatur einen Unterschied zwischen Tag und Nacht zu machen. Dies kann man nur mit Hilfe eines guten Thermostates, der die Temperatur regelt. Geeignete Geräte sind zum Beispiel der Lucky Reptile Thermo Control Pro II und für den professionellen Einsatz unser Reptilienkosmos Thermo Control 1T und Thermo Control 2TN. Je nach Art der Reptilien kann dieser Unterschied verschieden groß ausfallen. Reptilien aus den Tropen brauchen nur eine leichte Nachtabsenkung, subtropische hingegen schon etwas mehr. Ganz extrem wird es bei Arten, die auch extreme Habitate bewohnen, zum Beispiel hoch in den Bergen, wo es in der Nacht sehr kalt werden kann und innerhalb von 24 Stunden Temperaturunterschiede von 20°C und mehr auftreten können! Also denken Sie daran: Nachts ist es kälter als am Tag.
Regel 4: Halte die Jahreszeiten ein
Jahreszeitliche Temperaturunterschiede sollten auch in der Terraristik berücksichtigt werden. Generell werden im Winter die Nachttemperaturen etwas tiefer sein als im Sommer. Mit anderen Worten die Differenz zwischen Nachttiefsttemperatur und Tageshöchstwert sollte im Winter größer sein als im Sommer. Auch hier gibt es wieder Reptilien, die extreme Bedingungen brauchen. Dazu gehören alle, die eine echte Überwinterung benötigen, bei der sie für Wochen oder Monate in einen „Kälteschlaf“ fallen.
Ein weiterer Unterschied zwischen Sommer und Winter ist der, dass im Sommer die Tageshöchstwerte oftmals höher liegen, als im Winter. Doch Vorsicht, bei allzu niedrigen Nachtwerten im Winter! Achten Sie darauf, dass die Tiere auch im Winter während des Tages wenigstens für einige Stunden genug Sonne und Wärme tanken können, um die kalten Nachttemperaturen auszugleichen. Dies gilt natürlich nicht für überwinternde Reptilien.
Regel 5: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Vertrauen Sie nicht auf Ihr gutes Gefühl wenn es um das wichtige Thema Temperatur im Terrarium geht. In ein professionell eingerichtetes Terrarium gehören mindestens zwei Thermometer, eines in der kalten eines in der warmen Zone. Idealerweise sollten diese Min/Max Werte speichern können. Sämtliche Heizelemente müssen immer über einen Thermostat abgesichert werden, sonst kann es im Extremfall zu üblen Verbrennungen oder gar Schlimmerem kommen. Mit den technischen Möglichkeiten leistungsfähiger Terraristik Thermostate wie unserem Reptilienkosmos TRA2 Thermostat oder dem Biotherm Professional können dann auch gleich Tag- und Nachtwerte und die jahreszeitlichen Temperaturveränderungen eingestellt werden.
Welche Geräte stehen für die richtige Wohlfühltemperatur von Reptilien zur Verfügung?
Um Reptilien in der Terraristik in ihrem Terrarium die richtige Temperatur zu bieten, gibt es vielfältige Möglichkeiten. Die gängigsten Produkte in der Terraristik sind Heizkabel aus Silikon, wie die Lucky Reptile Heat Thermo Cable, oder das Terra Thermo Heizkabel von Hobby. Oder Heizmatten und Wärmematten, wie die Heat Thermo Mat Pro von Lucky Reptile. Alle erzeugen mit Hilfe von Strom Wärme, die dann zur Beheizung des Terrariums oder als lokaler Wärmepunkt für Bartagamen, Königspython und Co dient. Daneben gibt es auch noch Heizsteine, Wärmesteine und Heizhöhlen. Gängig sind hier die Exo Terra Heat Wave Rock oder Sun Base und Sun Cave von Hobby, wobei letztere sogar als beheizbare Höhle dient. Auch diese bieten Reptilien die notwendige Wärme. Spezielle Substratheizungen wie die Exo Terra Heat Wave Rainforest und Heat Wave Desert dienen dazu, Substrate auf eine angenehme Temperatur zu beheizen und sind dabei perfekt auf die Bedürfnisse von Regenwald- oder Wüstenbewohnern ausgelegt. Eine weitere Möglichkeit im Terrarium für die nötigen Temperaturen zu sorgen sind Infrarotstrahler, die auch als Heizstrahler, Keramikstrahler oder Wärmestrahler für Reptilien bekannt sind. Gute Dienste leisten Elstein Strahler, oder die Exo Terra Heat Glo Lamp und die Exo Terra Heat Wave Lamp. Wichtig bei allen Dunkelstrahlern für Reptilien ist die Steuerung über einen Thermostaten und die Absicherung durch einen Schutzkorb, wie den Hobby Heat Protector oder das Lucky Reptile Thermo Socket Plus Reflektor Set. Nur so können Reptilien sicher vor Verbrennungen geschützt werden.
Wie setzt man nun die verschiedenen Produkte ein? Im Einzelnen befassen wir uns nachfolgend mit den gängigen Heizmitteln im Terrarium:
Heizkabel
Diese werden unter dem Terrarium oder unter dem Bodengrund des Terrariums verlegt und sorgen so für die nötige Wärme. Dabei ist zu beachten, dass kein Hitzestau entsteht. Häufig finden sie auch Verwendung in Heizschächten, also ein Luftschacht, auf dem das Terrarium steht.
Heizmatten
Heizmatten geben die Wärme gleichmäßiger und damit auch wesentlich sicherer ab. Zudem kann auf Ihnen auch ein Thermostatfühler direkt mit gutem Klebeband (Panzertape) installiert werden. Diesen stellt man dann einfach auf die gewünschte Temperatur ein und bedeckt die Matte maximal fingerdick mit Einstreu, um einen Wärmestau durch das Substrat zu vermeiden.
Mit Heizmatten lassen sich ganze Bereiche im Terrarium aufheizen und bieten so allen Reptilien eine Wärmeecke. Zudem erhöhen Sie durch ihre große Oberfläche auch die Lufttemperatur im Terrarium.
Heizsteine und Wärmesteine
Diese können hohe Temperaturen erzeugen. Sie dienen vor allem dazu die Grundtemperatur im Terrarium auf ein für das Reptil angenehmes Level zu erhöhen. Daneben dienen Sie auch als Hot Spot um lokale Wärmeinseln zu schaffen, zum Beispiel auf einem Ast, einer Ablage oder einem Felsen. Achtung, Keramikstrahler können an Ihrer Oberfläche und der Fassung enorme Temperaturen erreichen. Sie sollten daher immer in speziellen Keramikfassungen betrieben werden. Ein Schutzkorb, wie der Hobby Heat Protector oder das Lucky Reptile Thermo Socket Plus Reflektor Set ist ebenfalls unabdingbar.
Was generell bei der Beheizung von Terrarien zu berücksichtigen ist
Zum Schluss noch einige allgemeine Gedanken: Sämtliche Heizelemente sollten immer über einen Thermostat, wie den Thermo Control Pro II von Lucky Reptile, unseren Reptilienkosmos TRA2 Thermostat oder den Biotherm Professional abgesichert werden. Zur genauen Kontrolle sollten dabei immer noch 2 Thermometer dienen, die an der kältesten und der wärmsten Stelle im Terrarium angebracht werden. Geeignete Geräte sind das Digitalthermometer von Exo Terra oder zum Beispiel das Thermometer Deluxe von Lucky Reptile.



